Wisch

Der grüne Balken versinnbildlicht den Ortsnamen
Wisch = Wiese. Die Sterne sind dem Wappen des Geschlechts von Uffeln entlehnt, das im Ort Grundbesitz hatte. Die drei blauen Spitzen in Silber bilden das Wappen der Familie Marschalck von Bachtenbrock, die seit dem Spätmittelalter hier begütert ist.

 

Erstmals erwähnt wurde Wisch 1493, als die Vettern Segebade und Johann Marschalck von dem Stader Ratsherrn Hinrich Schwarte einen Hof „thor Wische“ kauften. Vermutlich handelte es sich hierbei um den alten, schon seit sehr langer Zeit nicht mehr existierenden Wischhof, der an der Grenze zu Kleinwörden lag. In einer Karte aus dem 18. Jahrhundert ist er noch verzeichnet. Der heutige Wischhof wurde früher zur Unterscheidung „Neuhof zur Wisch“ genannt.

 

Ebenso wie Kleinwörden war Wisch häufig Sturmfluten ausgesetzt, dabei drang das Wasser häufig von Kleinwörden aus in die Gemarkung ein. Um diesem Übel abzuhelfen, wurde in Höhe des Hauses Kajedeich 5 eine heute noch sichtbare Sietwende errichtet, die bis an den Ostedeich verlief.

 

Seit jeher war Wisch der Ortsteil mit der geringsten Einwohnerzahl innerhalb des Kirchspiels Hechthausen, aber nirgendwo ist der Bevölkerungsrückgang so signifikant wie hier: Lebten 1821 in Wisch noch 157 Personen, 1867 sogar 194, so waren es 1939 nur noch 96. Heute wohnen noch ganze 29 Einwohner in dem schön gelegenen Ort.

Quelle: "Hechthausen in alten Bildern" herausgegeben vom Heimatverein Hechthausen e.V.